Invasoren, Invasoren zetteln erneut Tumulte an...

Invasoren zetteln erneut Tumulte an…

 

Nach der Revolte in der Zast in Halberstadt ist es auch im Quarantänelager zu Tumulten gekommen. Zudem wird die Quarantäne verlängert.

Halberstadt/Quedlinburg l Im Corona-Quarantänelager der Zast in Quedlinburg ist es am Mittwochmittag bei der Essenausgabe zu Tumulten gekommen. Die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes, Denise Vopel, bestätigte am Abend auf Anfrage entsprechende der Volksstimme vorliegende Informationen. Demnach hätten einige der 40 Bewohner ihre Suppe zu Boden geworfen, protestiert und obendrein vorsätzlich Feueralarm ausgelöst.

Feueralarm in Quedlinburg ausgelöst

Letzteres bestätigte am Abend ein Sprecher der Leitstelle. Der ausgelöste Feueralarm habe einen Einsatz mit polizeilicher Begleitung nach sich gezogen.

Damit wiederholten sich in Quedlinburg Szenen, die zuvor am Samstag in der Zast in Halberstadt in Tumulte gemündet waren und später die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort gerufen hatten. Die Beamten griffen aber nicht ein, blieben vor der Zast in Bereitschaft.

In der früheren Gartenbaufachschule in Quedlinburg sind aktuell Zast-Bewohner untergebracht, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen ist. Sowohl die Außenstelle in Quedlinburg als auch die Zast selbst, wo aktuell gut 800 Personen untergebracht sind, stehen seit dem Auftreten von Covid-19-Infektionen in der Anlage unter Quarantäne.

Verwaltungsamts-Sprecherin Denise Vopel verurteilte die Tumulte – sowohl die am vergangenen Samstag als auch die neuerlichen am Mittwoch: „Nahrungsmittel auf den Boden zu werfen, um sein Missfallen über die Qualität der Essensversorgung zum Ausdruck zu bringen, ist kein schönes Signal an die Öffentlichkeit und an unsere Mitarbeiter, die in der Zast tagtäglich die Bewohner versorgen. Das verurteilen wir und wir können diese Geste auch nicht verstehen.“

Bereits am Samstag hatten Zast-Bewohner Speisen auf den Boden gestellt oder geworfen. Schätzungsweise 20 Bewohner warfen anschließend mehrfach Quarantäne-Trennzäune innerhalb der Zast um und attackierten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Das belegen Videoaufnahmen.

Denise Vopel hat am Mittwoch noch einmal klargestellt, dass die Versorgung der Zast-Bewohner von einem externen Anbieter erbracht werde. Morgens und am Abend würden Verpflegungsbeutel ausgegeben, mittags warmes Essen in einer Assiette. 

Klar sei dabei natürlich, dass man bei der Versorgung von gut 800 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten nicht jeden Geschmack treffen könne. Deshalb könnten die Bewohner in der Regel extern individuell zukaufen und selbst kochen. Dies sei aktuell wegen der Quarantäne und gesperrter Küchenbereiche nicht möglich. Deshalb habe man jetzt einen Bestelldienst organisiert, über den die Bewohner Waren – beispielsweise auch Windeln, Schokolade für die Kinder oder Tabak – zukaufen könnten. Das gelte auch für Handy-Karten, die erworben werden könnten.

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https://www.volksstimme.de/lokal/halberstadt/coronavirus-fluechtlinge-zetteln-erneut-tumulte-an

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