Rechtsterroristisches Foul sorgt weltweit für
Bestürzung und Entsetzen!
Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen an sich gezogen
Beschaulich und naturschön mit viel Wald, Weihern und Seen zwischen Böhmen im Osten und Franken im Westen gelegen, war die sich von Regensburg an der Donau im Süden bis Pechtnersreuth im Kohlwald unweit von Eger gen Norden erstreckende Oberpfalz bislang kaum bekannt gewesen. Mit dem 22. Februar 2020 und dem Kreisligaspiel RW Hurtingöd gegen den  ATSV Voitenthan hat sich das mit einem Male geändert – ab jetzt wird die Oberpfalz für immer mit dem durch jenes Fußballspiel deutschland- und weltweit ausgelösten Entsetzen und tiefer Betroffenheit verbunden sein.
„Spätestens jetzt hat die Oberpfalz ihre Unschuld verloren. Die Masken sind gefallen“, so Jennifer Chantal Bierbichler-N´Mbuvomayela von der Initiative Kleinbüchlberg ist bunt statt braun – Gegen Rechts, gegen Rassismus, gegen Ausgrenzung, Intoleranz und Diskriminierung, gegen Homophobie und Fremdenfeindlichkeit, gegen das Verschieben der Grenzen des Sagbaren, für Vielfalt, für eine offene, bunte Gesellschaft und offene Grenzen, für Willkommenskultur, für eine gendergerechte Sprache und eine gendergerechte Oberpfalz. Kein Mensch ist illegal! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!, und sie fügte hinzu: „Nun hat der Rechtsterrorismus auch die Oberpfalz erreicht. Nie mehr wird es hier so sein wie vorher; mit dem 21. Februar 2020 ist die Angst zum ständigen Begleiter unseres Lebens geworden, insbesondere auch für Migrant*Innen.“ 
Der Tathergang: Es ist die 88. Spielminute in der bislang ohne Zwischenfälle und torlos verlaufen gewesenen Kreisliga-Begegnung RW Hurtingöd gegen ATSV Voitenthan, als der Voitenthaner Vorstopper Michel Treuglaub den gegnerischen Stürmer Ovimo Bamele Beschematunga zu Fall bringt. In diesem Moment war niemand auf dem Sportplatz bewußt, daß es sich um ein rechtsterroristisches Foul Michel Treuglaubs an seinem dunkelhäutigen Gegenspieler, einem Deutschen mit Migrationshintergrund, handelte. Auch dem Schiedsrichter nicht, der nach dem Vorfall Freistoß für Hurtingöd gegeben hatte und weiterspielen ließ. Doch noch am Abend des 22. Februar gab der unterdessen nach Morddrohungen unter Polizeischutz stehende Schiedsrichter Andreas N. in der Sondersendung nach dem „Brennpunkt“ zum rechtsterroristischen Vorfall von Hurtingöd seinen Rücktritt als Schiedsrichter bekannt, wie das Niederlegen aller Ämter in seinem Sportverein und gleichzeitig seinen Austritt aus demselben, wie aus dem Gesangverein, dem Angler- und dem Briefmarkensammlerverein, bei welchen er ebenfalls jeweils langjähriges Mitglied gewesen war. „Es war ein unverzeihlicher Fehler von mir, ich bin untragbar geworden“, so Andreas N.; und unter Tränen fügte er hinzu: „Das hätte niemals geschehen dürfen; ich hätte das Spiel sofort abbrechen und den Staatsschutz informieren müssen. Ich schäme mich und drücke mein tiefstes Bedauern aus. Bis heute nachmittag hätte ich niemals geglaubt, daß ich ein Rechtsextremist bin, nun bin ich durch mein Verhalten eines anderen belehrt. Ich weiß, daß ich das Geschehene nie wieder gutmachen kann.“
Der aufgrund eines vom Generalbundesanwalt erlassenen Haftbefehls wegen des Verdachts des Rechtsterrorismus noch am späten Samstagabend von einer Hundertschaft des SEK in seiner von diesem gestürmten Wohnung festgenommene und mit dem Hubschrauber nach Karlsruhe in Untersuchungshaft gebrachte Michel Treuglaub hingegen zeigt sich weit weniger einsichtig – er leugnet, Neonazi zu sein. Dabei ist die Beweislage gegen ihn erdrückend. So konnte Jennifer Chantal Bierbichler-N´Mbuvomayela in der Tagesschau vom 22. Februar darlegen, daß sie jemand kenne, der ihr von jemand berichtete, welcher glaubhaft versichern kann, daß die Eltern des kurz darauf geborenen Michel Treuglaub im Jahre 1989 in einer Gaststätte zum Essen gewesen waren, in welcher im August 2016 ein Treffen der AfD stattgefunden hat.
Geradezu perfide, ja menschenverachtend ist die Ausrede des Rechtsterroristen Treuglaub, er hätte doch gar keinen anderen als jemand mit Migrationshintergrund faulen können, weil beim RW Hurtingöd außer dem Torwart niemand ohne Migrationshintergrund spielt. Tatsächlich handelt es sich beim RW (Refugees Welcome) Hurtingöd um ein Projekt im Rahmen der Integrationsinitiative „Neue Deutsche für die Oberpfalz – aus dem Dschungel in den Wald“. Wegen des Integrationscharakters der betont gegen Diskriminierung gerichteten Initiative ist für das nunmehrige Opfer rechten Terrors, Ovimo Bamele Beschematunga, auch die Ausnahmegenehmigung erteilt worden, daß er als mit seinen 1,92m zwar etwas älter wirkender 11jähriger unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in der 1. Mannschaft des RW Hurtingöd spielen darf.
Ein aufgrund dessen ebenfalls in den Fokus des Generalbundesanwalts geratener Mannschaftskamerad des Rechtsterroristen Michel Treuglaub versuchte für diesen Partei zu ergreifen, indem er sagte, er könne die Vorwürfe nicht verstehen, da ihnen vor der Partie noch gesagt worden wäre, die Spieler des RW Hurtingöd hätten alle deutsche Pässe bekommen und wären deshalb jetzt Deutsche genau wie sie. Hier muß diesem in aller Entschiedenheit entgegengehalten werden: In dem Fall nicht! Deutscher ist man, wenn man Täter ist – als Opfer hat man Migrationshintergrund!
Noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag trafen Vertreter des DFB, der Politik und der Zivilgesellschaft zu intensiven Gesprächen zusammen. Eine zunächst angedachte Absage der Sonntagsspiele der 1. und 2. Bundesliga konnte wegen der Kürze der Zeit nicht durchgeführt werden. Beschlossen wurde jedoch die künftige Einführung einer Schwarzen Karte im Fußballbetrieb, sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich. Diese wird bei rechtsterroristischen Fauls wie dem von Hurtingöd ohne vorherige Verwarnung vergeben werden und führt zur lebenslangen Sperre des betreffenden Spielers. Handeln sich während einer Saison drei Spieler eines Vereins Schwarze Karten ein, wird dem Verein die Lizenz entzogen. Ist der Verein schuldenfrei und verfügt über Vermögen, wird er aufgelöst, das Vermögen beschlagnahmt und Initiativen gegen Rechts übereignet. Zudem wird ein Dachverband für Initiativen gegen Rechtsterrorismus im Fußball gegründet, mit dem Namen „Hurtingöd ist überall – Wir sind Ovimo Bamele Beschematunga“.
Besonders betroffen vom rechtsterroristischen Vorfall in der benachbarten Oberpfalz zeigte sich auch der Altmeister des deutschen Fußballs und heutige Zweitligist 1. FC Nürnberg: „Traditionell gehören die Clubfans aus der Oberpfalz zu unseren Treuesten. Wir sind ratlos.“ Am Sitz des Vereins am Valznerweiher macht sich Angst breit: „In den 1980er Jahren hatten wir die Club-Hymne, in der es hieß `Ob Frankenland, ob Oberpfalz, mir kumma alle zam, im Stadion am Dutzendteich is jeder wej derham´, aber ab jetzt müssen wir uns bei den Fans aus der Oberpfalz die besorgte Fragen stelle, wieviele Rechtsterroristen sich wohl unter diesen befinden.“
Ihr Reporter aus Nürnberg
Gerd Ittner
23. Februar 2020