Gerhard Ittner: Dresden – Kriegsschuld – Antideutschtum

Auf meinem youtube Kanal hat sich zum Video anläßlich der 75. Jährung der Vernichtung Dresdens im Kommentar-bereich eine recht interessante Diskussion entwickelt, aus der ich unten etwas wiedergebe. Verbunden mit der Einladung zum Mitdiskutieren – unter: https://youtu.be/RNDYhrUxpfk
Orazio di Bella an Gerd Ittner: 
Falls Sie „Mein Kampf“ gelesen habe (was ich annehme) finden Sie darin keinerlei Sorge Hitlers um jüdische Minderheiten, sondern eher ein hysterisches Hetzen gegen alle Juden. Sie finden dafür aber reichlich Aussagen über die Notwendigkeit von Lebensraum für das arische Volk, und fortwährend die Begründung, dass das arische Volk sich nehmen darf was es will, weil es stärker und besser ist.
Ich sehe gute Gründe, die Zahl von sechs Millionen getötete Juden anzuzweifeln, nicht aber, dass Nazis Juden und andere Minderheiten liquidiert haben. Bei Ihnen sehe ich allerdings noch keine Kritik am Nationalsozialismus, viel dagegen an den bösen anderen. Irre ich mich?
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Gerd Ittner an Orazio di Bella: 
Kritik am Nationalsozialismus liegt hier meinerseits tatsächlich nicht vor. Zumal es hier auch nicht um Kritik geht, sondern um das Benennen geschichtlicher Sachverhalte. Konkret legte ich dar, was es mit dem Eingreifen der deutschen Wehrmacht in Polen auf sich hatte: nämlich das Einschreiten gegenüber andauernden äußerst gewalttätigen Übergriffen bis hin zu massenhaften Morden durch Polen an der deutschen Minderheit dort.
Ich habe auch nie behauptet, daß es Adolf Hitler in „Mein Kampf“ um seine Sorge um eine jüdische Minderheit gegangen wäre. (Genau sowenig wie es Chaim Weizmann oder David Ben-Gurion in ihren Schriften um eine Sorge um Deutsche gegangen ist.) Es war ihm sicher auch beim Einschreiten der Wehrmacht gegen die Massaker an Minderheiten in Polen nicht explizit um die Sorge um die jüdische Minderheit dort gegangen (was ich ebenfalls auch gar nicht behauptet hatte), sondern es ging ihm ganz selbstverständlich und als das natürlichste der Welt zuallererst um den Schutz der Angehörigen seines Volkes, des Deutschen Volkes. Gleichwohl ist es eine Tatsache, daß damals in Polen Gewaltexzesse, Pogrome auch gegen andere ethnische Minderheiten stattfanden – u. a. gegen Juden.
Die in Gewalttätigkeiten und Pogromen ihren Ausdruck findende Abneigung von Polen gegenüber Juden schlug auch danach immer wieder durch – so im Pogrom von Jedwabne. Dazu ein Bericht auf Wikipedia:
„Am 10. Juli 1941 wurde die jüdische Bevölkerung des Ortes von polnischen Bürgern auf dem Marktplatz zusammengetrieben. Nachdem einzelne Opfer bereits dort mißhandelt und umgebracht worden waren, wurden die restlichen Juden in eine außerhalb des Ortes gelegene Scheune getrieben und bei lebendigem Leibe verbrannt. Ihr Besitz wurde geplündert und von Polen übernommen. Das Pogrom überlebten nur wenige Juden.“
Lange wurde dieses Pogrom den Deutschen angelastet. (Wie ja auch das tatsächlich von der Roten Armee begangene Massaker von Katyn.) Erst Anfang dieses Jahrtausends wurde diese antideutsche Hetz- und Greuelpropagandalüge zugegeben und wurden Polen als die Täter des Pogroms eingeräumt.
Wieviele solcher Fälle es gibt, daß Behauptungen deutscher Täterschaft Falschbehauptungen, Verdrehungen der Tatsachen oder schlichtweg Erfindung sind, wird sich erst dann frei, insbesondere auch frei von Angst vor Verfolgung und Gefängnis, erforschen und herausstellen lassen, wenn die Bedingungen einer entsprechenden, einer wirklichen Meinungsfreiheit hergestellt sind und entscheidende Bereiche der Geschichte bzw. der Geschichtsdarstellung nicht unter ein an die sprichwörtlichen mittelalterlichen Zustände erinnerndes strafrechtliches Verbot des Stellen kritischer Fragen und des Vorbringens und Begründens von Zweifeln fallen.
 
(Da man sich, wenn man nicht ohne jedes selbständige Denken einfach alles so übernehmen will, wie es einem „aufgetischt“ wird, um sich in einer wahren – und oft auch unwahren – Flut von Information und Desinformation überhaupt einen Ansatzpunkt zu verschaffen, um sich orientieren zu können, verfahre ich folgendermaßen:
Ohne damit bereits eine Feststellung zu treffen, ob eine Darstellung falsch oder richtig ist, stelle ich unter den Bedingungen einer in bestimmten Bereichen abgeschafften Meinungsfreiheit für mich, für meine mir zu machenden Gedanken und Überlegungen zunächst fest, ob es sich um eine „meinungsfreiheitsfeste“ oder eine „nicht-meinungsfreiheitsfeste“ Darstellung handelt. Das heißt also um eine Darstellung, welche unter den Bedingungen der Meinungsfreiheit und der offenen Diskussion kritisch hinterfragt und gegebenenfalls angezweifelt werde darf, oder um eine Darstellung, bezüglich welcher die Bedingungen der Meinungsfreiheit und der offenen Diskussion abgeschafft sind und die nicht kritisch hinterfragt, und hinsichtlich der keine Zweifel geäußert werden dürfen.
Für mich hat sich das als sehr hilfreich hinsichtlich Erkenntnisgewinnung, und hinsichtlich einer grundsätzlichen Glaubwürdigkeitseinschätzung erwiesen.)
Vor allem auch ging es mir beim von mir (meinungsfreiheitsfest) Dargelegten darum, aufzuzeigen, daß die Behauptung der Siegergeschichtsschreibung, der Einmarsch der Wehrmacht in Polen am 3. September 1939 sei der Grund für die Kriegserklärungen Englands und Frankreichs ans Deutsche Reich vom 3. September 1939 gewesen, ganz offensichtlich nur ein Vorwand ist, um davon abzulenken, daß es tatsächlich nur um das Entfesseln eines längst von langer Hand geplanten Vernichtungskrieges gegen Deutschland und das Deutsche Volk gegangen war – ganz egal, ob dort nun Adolf Hitler oder jemand anders Kanzler war, oder ob die Wehrmacht in Polen einmarschierte oder nicht. Wenn man das nicht als vermeintlichen Anlaß hätte behaupten können, dann hätte man eben etwas anderes dazu hergenommen. (Darin sind die Betreffenden bis heute nicht zimperlich. Man denke nur an die perfide Lüge von den angeblichen Massenvernichtungswaffen des Irak, als Anlaß, um dort dann tatsächlich ein Massenvernichtungsabschlachten an Menschen durchzuführen!)
Der Beleg für die Stichhaltigkeit des von mir Gesagten liegt regelrecht auf der Hand durch den Umstand, daß der kurz nach dem Einmarsch der Wehrmacht erfolgte Einmarsch der von Osten kommenden Roten Armee in Polen dann ja ebenfalls zu einer Kriegserklärung seitens Englands und Frankreichs an die Sowjetunion hätte führen müssen. Was aber bekanntlich nicht geschah! Das geschah auch nicht, als die Sowjetunion in Finnland einfiel; als sie in Estland, in Lettland und Litauen einfiel und diese Länder brutal okkupierte und zwangssowjetisierte, dort Massaker und Massendeportationen durchführte – nein, das hat England und Frankreich nicht interessiert. Mehr noch haben sich diese die Sowjetunion sogar zum Verbündeten genommen, um zusammen mit dieser noch mehr Schlagkraft und Mordbrutalität ausüben zu können bei dem, für was dieser Krieg offensichtlich geplant und entfesselt worden war und geführt wurde: Zur Vernichtung des Deutschen Reiches und Volkes!

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