Die Rauhnächte kommen…

 

Was wie eine Mischung aus Mittelalter-Markt und Halloween, angereichert mit deplatzierten Technoklängen anmutet, hatte für unsere Vorfahren eine tiefe spirituelle Bedeutung.

Die Rauhnächte sind die letzen sechs Nächte des alten Jahres und die ersten sechs Nächte des neuen Jahres. Rein „zufällig“ treffen die erste Rauhnacht mit Heiligabend und die letzte mit dem Dreikönigstag zusammen. Die Kirche wusste schon immer, wie man „heidnische“ Bräuche okkupiert.

Abends werden die bösen Geister mit allerlei Radau vertrieben und jede Nacht, die für einen für einen Monat steht, auf Botschaften in Träumen für die Zukunft geachtet. Damit keine Familie einen Todesfall zu beklagen hat, soll über den Jahreswechsel keine Wäsche auf der Leine hängen, denn sonst – so die Mär – ist ein Leichenhemd dabei. An manchen Orten heißt es, soll gar keine Wäscheleine gespannt sein, sonst könnte sich kein Reiter der Wilden Jagd darin verfangen und womöglich blutige Rache dafür nehmen, die Jungfrauen der Familie schänden oder die Kinder entführen.

Mögen nur die besten Wünsche in Erfüllung gehen und das neue Jahr eine Wende zum Guten bedeuten.

Wer sich auf sich selbst und seine Wurzeln besinnt, läuft niemals Gefahr, sich in dem Strudel dieser wahnsinnigen Epoche zu verlieren.

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